Tag 5: Von Leukerbad an den äussersten Zipfel der Westschweiz

13

Leukerbad: Schon zu Zeiten der Römer wurde in den warmen Quellen des Bergdorfes gebadet und entspannt! Umgeben von gepflegtem Naturschutzgebiet und wunderschöner Berglandschaft schmiegt sich der Ferienort an eine imposante Felswand – wir hatten das Glück, den 5. Tag der grössten E-Mobil-Rallye der Schweiz an diesem bezaubernden Ort zu starten. Pünktlich um 08:00 Uhr nahmen wir – heute fahren Livia und Manuel – eine der längsten Tagesstrecken der Rallye in Angriff. Die kurvigen Strassen abwärts brausend, kurzzeitig unterbrochen von querenden Kühen, fuhren wir nach Leuk und anschliessend dem regionalen Naturpark entlang nach Sion, dem Hauptort des Wallis.

Ein Panorama wie kein Zweites: Leukerbad.

Dort erwartete uns spannendes Programm: Die Kläranlage von Sion hat zusammen mit der Walliser Hochschule HES⁠-⁠SO ein Pilotprojekt gestartet, bei dem das Abwasser von speziellen, Strom-produzierenden Mikroben gereinigt wird. Das interessante dabei: Während die erzeugte Energie relativ gering is ist, ersetzt die Mikrobenarbeit die herkömmliche Technik und spart dabei rund 70% des Stromverbrauchs ein, weil die Abwasserbecken nicht mehr belüftet werden müssen. We like! Noch steht die Methode in den Kinderschuhen – doch das Potential ist immens.

Mikroben bei der Arbeit: Die Pilotanlage in Sion

Nach dem Rundgang in der Pilotanlage ging es nach einer kurzen Fahrt über die Rhône nach Aproz, der Heimat des Aproz-Mineralwassers, wo wir uns über den Mittag entspannten. Obwohl die Temperatur in ungeahnte Höhen schoss, wurden wir mit leckerem Raclette verwöhnt. Die Walliser bleiben beim Käse konsequent, auch im Hochsommer.

Sonnengebadet und mit vollen Bäuchen ging es nach der Mittagspause weiter talabwärts Richtung Lac Léman.

Wer hat das coolste Design? Juicar!

Da unser Fahrzeug über Mittag nicht ganz so viel (Sonnen-)Energie abgekriegt hat wie wir, suchten wir uns in unserer App eine Ladestation auf dem Weg. Ein kurzer Ladestopp an einer Schnelllädesäule in Montreux genügte, um die Fahrt an den westlichsten Zipfel der Schweiz weiterführen zu können. Obwohl wir die Strecke auf der Autobahn zurücklegten, hatten wir eine bezaubernde Aussicht auf den Lac Léman und die Rebberge des Wallis.

On a highway to hell: keine Zeit für einen Zwischenstopp

Nach etwas mehr als 150 Kilometer Fahrt trafen wir im charmanten Dorf Bernex am Fusse des Juragebirges ein, wo wir herzlich in Empfang genommen wurden. Wir tauschten uns mit den anderen Wave-Teilnehmern aus und musterten die Mobile unserer Rallye-Gefährten. Besonders die 100% elektrisch umgerüstete Corvette stach uns ins Auto, was für eine gelungene Kombination von Vergangenheit und Zukunft!

Das nächste Modell in der Juicar-Flotte?

Nach einer Rede eines Genfer Regierungsrates ging’s auch schon wieder weiter nach Nyon, wo wir den BMW i3 an einer Ladestation für das nächste Team abstellten.